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Z wie Zweirichtungszähler

Z wie Zweirichtungszähler


Ein Zähler, zwei Richtungen.

 

Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, erzeugt seinen eigenen Solarstrom. Ein Teil davon wird direkt im Haushalt verbraucht. Doch was passiert, wenn die PV-Anlage mehr Strom produziert, als gerade benötigt wird? Und wie wird erfasst, wenn zu einem anderen Zeitpunkt Strom aus dem öffentlichen Netz benötigt wird?

Genau hier kommt der Zweirichtungszähler ins Spiel.

Er erfasst den Stromfluss in beide Richtungen und unterscheidet zwischen Strombezug aus dem öffentlichen Netz und Einspeisung von überschüssigem Solarstrom.

Was ist ein Zweirichtungszähler?

Ein Zweirichtungszähler ist ein Stromzähler, der zwei unterschiedliche Energiemengen erfassen kann:

⬅️ Netzbezug: Wie viel Strom wird aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen?

➡️ Einspeisung: Wie viel überschüssiger Solarstrom wird in das öffentliche Netz eingespeist?

Damit übernimmt ein Gerät die Erfassung beider Stromrichtungen.

Warum braucht eine Photovoltaikanlage einen Zweirichtungszähler?

Eine Photovoltaikanlage produziert nicht zu jeder Zeit genau so viel Strom, wie im Haushalt benötigt wird.

An einem sonnigen Tag kann beispielsweise mehr Solarstrom erzeugt werden, als Kühlschrank, Beleuchtung und andere elektrische Geräte gerade verbrauchen. Wird dieser Überschuss nicht anderweitig genutzt oder gespeichert, kann er in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

Zu anderen Zeiten – beispielsweise nachts oder bei geringer Solarstromproduktion – reicht die eigene Erzeugung möglicherweise nicht aus. Dann wird zusätzlich Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen.

Der Zweirichtungszähler hält beide Vorgänge getrennt voneinander fest.

So funktioniert der Stromfluss

Vereinfacht lässt sich der Energiefluss einer PV-Anlage so darstellen:

PV-Anlage → Haushalt

Zunächst kann der erzeugte Solarstrom direkt im eigenen Haushalt genutzt werden.

Wird mehr Strom erzeugt als aktuell benötigt, kann der Überschuss – je nach Anlage und Energiekonzept – beispielsweise in einem Batteriespeicher gespeichert oder in das öffentliche Netz eingespeist werden.

Überschüssiger Solarstrom → öffentliches Stromnetz

Reicht die eigene Stromerzeugung dagegen nicht aus, wird die zusätzlich benötigte Energie aus dem Netz bezogen.

öffentliches Stromnetz → Haushalt

Der Zweirichtungszähler erfasst dabei, wie viel Energie in die jeweilige Richtung geflossen ist.

 

Mehr Tipps und Infos zu Photovoltaik findest du regelmäßig hier im Blog und auf unseren Social-Media-Kanälen.

Zweirichtungszähler und Eigenverbrauch

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Eigenverbrauch und Einspeisung.

Solarstrom, der direkt im eigenen Haushalt verbraucht wird, fließt nicht erst durch das öffentliche Stromnetz. Erst wenn mehr Solarstrom vorhanden ist, als aktuell selbst genutzt oder gegebenenfalls gespeichert werden kann, entsteht ein Überschuss, der ins Netz eingespeist werden kann.

Deshalb spielt neben der Stromerzeugung auch die Frage eine wichtige Rolle, wie viel des eigenen Solarstroms direkt selbst genutzt werden kann.

Ein Batteriespeicher oder weitere Verbraucher wie eine Wallbox können beispielsweise dazu beitragen, mehr Solarstrom im eigenen Energiekonzept zu nutzen.

Was zeigt der Zweirichtungszähler an?

Moderne Zweirichtungszähler stellen Netzbezug und Einspeisung getrennt dar. So lässt sich nachvollziehen, wie viel Strom aus dem Netz bezogen und wie viel Energie eingespeist wurde.

Diese Werte sind unter anderem für die Abrechnung von Strombezug und Einspeisung relevant.

💡 Gut zu wissen: Der Zweirichtungszähler zeigt also nicht einfach nur einen einzigen Stromverbrauch an, sondern unterscheidet die beiden Richtungen des Energieflusses.

Ein kleines Gerät mit wichtiger Aufgabe

Solarmodule, Wechselrichter und Batteriespeicher stehen bei einer Photovoltaikanlage häufig im Mittelpunkt. Der Stromzähler wirkt dagegen eher unscheinbar.

Trotzdem übernimmt er eine wichtige Aufgabe innerhalb des Systems: Er sorgt dafür, dass Netzbezug und Einspeisung getrennt erfasst werden können.

Fazit: Ein Zähler – zwei Richtungen

Der Zweirichtungszähler macht seinem Namen alle Ehre: Er misst den Stromfluss in zwei Richtungen.

⬅️ Strom aus dem Netz beziehen

➡️ Solarstrom ins Netz einspeisen

Damit ist er ein wichtiger Bestandteil einer Photovoltaikanlage mit Netzeinspeisung.

Und damit sind wir beim letzten Buchstaben unseres Luxeen ABCs angekommen:

Z wie Zweirichtungszähler 

Von A bis Z gibt es rund um Photovoltaik einiges zu entdecken – und natürlich endet das Thema Solarenergie nicht mit unserem ABC.

Du hast Fragen zu deiner eigenen Photovoltaikanlage oder möchtest wissen, welche Energielösung zu deinem Zuhause passt?

Wir beraten dich gerne und planen gemeinsam mit dir deine individuelle Photovoltaiklösung.

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