Grauer Himmel. Trotzdem Solarstrom.
Wie Photovoltaik auch bei bewölktem Wetter funktioniert
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und der Himmel zeigt sich im November häufig von seiner grauen Seite. Doch was bedeutet das eigentlich für eine Photovoltaikanlage? Produziert sie auch dann Strom, wenn die Sonne hinter dichten Wolken verschwindet?
Die gute Nachricht: Auch bei bewölktem Himmel kann deine Photovoltaikanlage weiterhin Solarstrom erzeugen.
Denn Solarmodule benötigen Sonnenlicht – nicht unbedingt strahlenden Sonnenschein.
Photovoltaik funktioniert auch ohne direkte Sonneneinstrahlung
Viele verbinden Solarenergie mit warmen Sommertagen und blauem Himmel. Dabei können moderne Solarmodule auch dann Strom erzeugen, wenn die Sonne nicht direkt sichtbar ist.
Der Grund dafür ist das sogenannte diffuse Sonnenlicht.
Wenn Sonnenstrahlen auf Wolken und andere Teilchen in der Atmosphäre treffen, wird ein Teil des Lichts gestreut. Dieses Licht erreicht die Erdoberfläche aus unterschiedlichen Richtungen und kann von den Solarmodulen ebenfalls zur Stromerzeugung genutzt werden.
Das bedeutet: Selbst wenn sich die Sonne hinter einer Wolkendecke versteckt, steht deiner Photovoltaikanlage weiterhin Sonnenenergie zur Verfügung.
Wie viel Solarstrom entsteht an bewölkten Tagen?
Natürlich macht es einen Unterschied, ob die Sonne direkt auf deine Solarmodule scheint oder der Himmel vollständig bedeckt ist.
Bei direkter Sonneneinstrahlung fällt der Stromertrag in der Regel deutlich höher aus. An bewölkten Tagen produziert eine PV-Anlage dagegen meist weniger Strom.
Wie viel Energie tatsächlich erzeugt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Stärke der Bewölkung: Je dichter die Wolkendecke, desto weniger Sonnenlicht erreicht die Module.
Tageszeit und Jahreszeit: Im Herbst und Winter sind die Tage kürzer und die Sonne steht tiefer.
Ausrichtung und Neigung: Die Position der Solarmodule beeinflusst, wie viel Sonnenlicht sie aufnehmen können.
Verschattung: Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse können den Ertrag zusätzlich reduzieren.
Wichtig ist deshalb, nicht nur einzelne Tage zu betrachten, sondern die mögliche Stromerzeugung über das gesamte Jahr.
Mehr Tipps und Infos zu Photovoltaik findest du regelmäßig hier im Blog und auf unseren Social-Media-Kanälen.
Warum Photovoltaik auch im Herbst und Winter sinnvoll ist
Im Sommer erzielt eine Photovoltaikanlage in Deutschland normalerweise ihre höchsten Erträge. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie in den übrigen Monaten stillsteht.
Auch im Herbst und Winter kann sie einen Teil des Strombedarfs im Haushalt decken.
Ein weiterer interessanter Punkt: Niedrige Temperaturen können sich positiv auf den Wirkungsgrad von Solarmodulen auswirken. Denn bei hohen Modultemperaturen sinkt die elektrische Leistung vieler Solarmodule.
Die geringere Sonneneinstrahlung und die kürzeren Tage sorgen im Winter dennoch meist für deutlich niedrigere Gesamterträge als im Sommer.
Entscheidend bleibt also, wie viel Sonnenlicht tatsächlich auf die Module trifft.
Welche Rolle spielt ein Batteriespeicher?
Gerade in der dunkleren Jahreszeit wird häufig morgens und abends Strom benötigt – also zu Zeiten, in denen die Photovoltaikanlage wenig oder keinen Strom produziert.
Hier kann ein Batteriespeicher eine sinnvolle Ergänzung sein.
Er speichert überschüssigen Solarstrom, der tagsüber nicht direkt im Haushalt verbraucht wird. Diese Energie kann anschließend beispielsweise am Abend genutzt werden.
Die Vorteile eines passenden Stromspeichers:
Mehr selbst erzeugten Solarstrom im eigenen Haushalt nutzen
Den Eigenverbrauch der Photovoltaikanlage erhöhen
Den Strombezug aus dem öffentlichen Netz reduzieren
Die eigene Energieversorgung unabhängiger gestalten
Allerdings gilt: Ein Batteriespeicher kann nur die Energie bereitstellen, die zuvor gespeichert wurde. Gerade im Winter sollte seine Größe deshalb zum tatsächlichen Stromverbrauch und zur erwarteten Solarstromproduktion passen.
So nutzt du deinen Solarstrom auch an grauen Tagen möglichst effizient
Auch bei geringerer Stromproduktion kannst du deinen Eigenverbrauch bewusst gestalten.
1. Stromverbrauch in die hellen Stunden verlegen
Wenn möglich, können Waschmaschine, Geschirrspüler oder andere größere Verbraucher tagsüber laufen. So lässt sich ein Teil des gerade erzeugten Solarstroms direkt nutzen.
2. Den Energieverbrauch im Blick behalten
Mit einer passenden Monitoring-App kannst du nachvollziehen, wie viel Strom deine PV-Anlage erzeugt und wann dein Haushalt besonders viel Energie benötigt.
3. Einen passenden Speicher einplanen
Ein sinnvoll dimensionierter Batteriespeicher kann helfen, tagsüber erzeugten Solarstrom zeitversetzt zu nutzen.
4. Auf eine durchdachte Anlagenplanung setzen
Ausrichtung, Verschattung, Modulauswahl und die Abstimmung der einzelnen Komponenten spielen eine wichtige Rolle für den langfristigen Ertrag deiner Photovoltaikanlage.
Fazit: Grauer Himmel bedeutet nicht automatisch Stillstand
Auch wenn die Sonne im November seltener zu sehen ist, kann deine Photovoltaikanlage weiterhin Strom erzeugen.
Dank diffusem Sonnenlicht funktioniert Photovoltaik auch bei bewölktem Himmel. Zwar fallen die Erträge an grauen Herbst- und Wintertagen meist geringer aus, doch über das gesamte Jahr betrachtet kann eine gut geplante PV-Anlage einen wichtigen Beitrag zur eigenen Stromversorgung leisten.
Denn für Solarstrom braucht es nicht immer strahlend blauen Himmel.
Wie viel Solarstrom kann dein Dach erzeugen?
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