Welche Schutzart braucht deine Beleuchtung?
Wer schon einmal Leuchten für Bad oder Garten gekauft hat, ist bestimmt über den IP-Code gestolpert. Doch was bedeutet er eigentlich?
Der IP-Code („Ingress Protection“) beschreibt, wie gut ein Gerät gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist. Er besteht aus zwei Ziffern:
Erste Ziffer (0–6): Schutz vor Staub und festen Partikeln
- 0 = kein Schutz
- 6 = vollständig staubdicht
Zweite Ziffer (0–9): Schutz vor Feuchtigkeit und Wasser
- 0 = kein Schutz
- 4 = spritzwassergeschützt
- 7 = geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen
- 9 = geschützt gegen Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung
Ein Klassiker: IP65 bedeutet „staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser“.

Praxisbeispiele
Wohnzimmer & Schlafzimmer: IP20 reicht völlig – hier ist kein Wasserschutz nötig.
Badezimmer: je nach Zone mindestens IP44 (Spritzwasser), nahe Dusche/Badewanne auch IP67.
Außenbereich: mindestens IP44 (Regen), besser IP65 für Gartenleuchten, die Wind & Wetter trotzen sollen.
Zusatzfaktor: IK-Schutz
Neben IP gibt es auch die IK-Kennzahl. Sie bewertet die Stoß- und Schlagfestigkeit einer Leuchte (IK01 = schwach, IK10 = extrem robust). Gerade für Laternen im Außenbereich oder öffentliche Anlagen ist das ein wichtiges Kriterium.
Fazit
Der IP-Code ist ein einfaches, aber wichtiges Werkzeug, um die richtige Beleuchtung auszuwählen. Er schützt nicht nur die Leuchte selbst vor Schäden, sondern auch dich vor Kurzschlüssen und Ausfällen. Wer also beim nächsten Lampenkauf auf den Code achtet, spart Ärger – und sorgt für mehr Sicherheit und Langlebigkeit.